Rund 60 Landwirtinnen und Landwirte, Berater sowie Fachleute aus der Agrarbranche nutzten am Dienstagabend die Gelegenheit zum Austausch auf dem Staatsgut Grub der Bayerischen Staatsgüter.

Beim Feldabend zur „Modell- und Demonstrationsfläche zur Umsetzung der Pflanzenschutzmittelreduktionsziele in Bayern“ standen aktuelle Versuche, digitale Technologien und praxistaugliche Lösungen zum Thema Pflanzenschutz im Mittelpunkt.
Zum Auftakt des Feldabends begrüßte Geschäftsführer Anton Dippold die Besucherinnen und Besucher. „Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten, Pflanzenschutzmaßnahmen noch gezielter und ressourcenschonender umzusetzen. Sie können die bewährten Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes jedoch nicht ersetzen. Entscheidend bleibt eine regelmäßige Bestandskontrolle, die richtige Fruchtfolge, standortangepasste Sorten sowie das Fachwissen der Landwirtinnen und Landwirte“, betonte Geschäftsführer Anton Dippold.
Im Rahmen von Feldführungen wurden verschiedene Versuchsvarianten in Weizen und Grünen Erbsen vorgestellt. Besonderes Interesse galt den Ansätzen zur teilflächenspezifischen Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln sowie der Spot-Applikation auf Basis von Drohnenkartierungen. Die Besucher konnten direkt auf dem Feld verfolgen, wie moderne Technik dabei hilft, Pflanzenschutzmaßnahmen gezielter und ressourcenschonender umzusetzen.
Vorgestellt wurden unter anderem die beiden kamerabasierten Systeme DATEcopatch zur Unkrautbekämpfung sowie der PerPlant-Sensor zur teilflächenspezifischen Bestandsführung. Auch Drohnenanwendungen zur Erkennung von Unkräutern und der anschließende Einsatz eines Pulsweitenmodulationssystems zum zielgenauen Pflanzenschutz wurden im Praxiseinsatz demonstriert.
Fachliche Impulse lieferten Markus Lämmermann von GeoKonzept, Maximilian Heindl von Xarvio, Bernhard Maier von Bayer sowie Daniel Gschlößl von der Erzeugergemeinschaft Erding. Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem durch den Maschinenring Ebersberg-Erding.
Neben den technischen Vorführungen standen vor allem die Gespräche im Vordergrund. Landwirte, Berater, Unternehmen und Mitarbeitende der Bayerischen Staatsgüter nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen.
„Der direkte Austausch zwischen Praxis, Beratung und Forschung ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung moderner und praxistauglicher Pflanzenschutzstrategien“, fasst Dr. Lichti, Staatsgutleiter in Grub, den Feldabend zusammen.
Aufgrund der positiven Resonanz soll die Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.