Pressemeldung
Realitätsnahe Feuerwehrübung bei den Bayerischen Staatsgütern in Frankendorf

Menschenrettung unter Extrembedingungen

3 Feurwehrpersonen stehen in Einsatzkleidung mit Atemschutz vor einer offenen Holztür

Dichte Rauchschwaden, kaum Sicht, mehrere vermisste Personen: Am Samstag wurde es ernst in der Versuchsstation Frankendorf der Bayerischen Staatsgüter im Landkreis Erding. Die Freiwillige Feuerwehr Reichenkirchen trainierte gezielt für den Einsatz unter Atemschutz – Bedingungen, wie sie auch in landwirtschaftlichen Betrieben jederzeit auftreten können.

Die Übung simulierte eine akute Brandlage. Zwei vermisste Personen waren gemeldet. Vor Ort zeigte sich eine deutlich komplexere Lage: Insgesamt drei Personen befanden sich im Gefahrenbereich. Die starke Rauchentwicklung erschwerte die Orientierung erheblich. Zusätzlich sorgten eine Gasflasche und chemische Gefahrstoffe für eine hohe Gefährdungslage.

eine Frau liegt am Boden in einer goldenen Rettungsdecke, 2 Feuerwehrleute knien daneben

Unter diesen Bedingungen arbeiteten sich die Atemschutztrupps systematisch vor. Jeder Handgriff saß. Die Einsatzkräfte suchten die Räume ab, lokalisierten die Vermissten und brachten sie zügig in Sicherheit. Die Personenrettung gelang erfolgreich.

Gerade bei Bränden in landwirtschaftlichen Gebäuden treffen Einsatzkräfte häufig auf unübersichtliche Strukturen und zusätzliche Gefahrenquellen. Umso wichtiger sind realitätsnahe Übungen unter Praxisbedingungen.

Die Bayerischen Staatsgüter stellten mit der Versuchsstation Frankendorf gezielt Räumlichkeiten für diese anspruchsvolle Übung zur Verfügung. „Solche Übungen entscheiden im Ernstfall über Sekunden. Jeder Ablauf muss sitzen“, betont der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Reichenkirchen. „Auch die Bayerischen Staatsgüter profitieren von dieser Übung“, resümierte Christian Gäch, Leiter der Ver-suchsstation. So könne im Ernstfall der Schaden für Menschen und Material abgewendet bzw. wirksam begrenzt werden.

Die Übung zeigte klar, worauf es ankommt: Teamarbeit, klare Abläufe und absolute Konzentration – auch unter extremem Druck.

Nach der Übung nutzten die Einsatzkräfte die Gelegenheit zur Nachbesprechung. In der Versuchsstation Frankendorf wurde der Einsatz Schritt für Schritt analysiert, Entscheidungen hinterfragt und Erfahrungen offen ausgetauscht.

Solche Nachbesprechungen sind fester Bestandteil jeder Übung. Sie sichern die Qualität der Einsätze, decken Schwachstellen auf und stärken die Zusammenarbeit im Team.

viele Feuerwehrleute stehen im Halbkreis - dahinter ein Feuerwehrauto