Regelmäßiger Blick ins Feld entscheidet über den Erfolg

ein Mann sitzt in Hocke und begutachtet ein Feld

Wie entwickelt sich der Bestand? Treten Krankheiten oder Schädlinge auf? Gibt es Anzeichen von Trockenstress? Diese Fragen begleiten den Arbeitsalltag von Betriebsleiter Klaus Lettenmeyer am Staatsgut Grub während der Vegetationsperiode beinahe täglich.

Damit Probleme frühzeitig erkannt werden, kontrolliert er die Felder regelmäßig direkt vor Ort. Mindestens zweimal pro Woche werden die Bestände begangen und genau beurteilt. Denn auf dem Feld können sich Situationen innerhalb weniger Tage deutlich verändern.

Aktuell richtet sich der Blick besonders auf die Gerstenbestände. Eine typische Krankheit ist die Ramularia, die vor allem in späteren Entwicklungsstadien auftreten kann und zu Ertragseinbußen führt. Auch Schädlinge wie das Getreidehähnchen werden aufmerksam beobachtet. Dessen Larven und Käfer verursachen charakteristische Fraßschäden an den Blättern und können die Pflanzen erheblich schwächen.

Neben Krankheiten und Schädlingen spielt in diesem Jahr auch der Trockenstress eine wichtige Rolle. Niederschlagsmangel setzt den Kulturen zu und beeinflusst die Entwicklung der Pflanzen. Gleichzeitig wird kontrolliert, wie erfolgreich durchgeführte Herbizidmaßnahmen wirken und ob die Unkrautregulierung den gewünschten Effekt erzielt hat.

Für Klaus Lettenmeyer steht fest: Der regelmäßige Gang durchs Feld bleibt unersetzlich. Moderne Technik und digitale Hilfsmittel unterstützen die Arbeit, ersetzen aber nicht den geschulten Blick vor Ort. Nur wer seine Bestände kontinuierlich beobachtet, kann rechtzeitig reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen.

Denn erfolgreiche Landwirtschaft beginnt nicht erst bei der Ernte, sondern mit der regelmäßigen Kontrolle der Kulturen während der gesamten Vegetationsperiode.