Schafhaltung
Momentan werden ca. 100 Mutterschafe und ca. 50 Hammel am Staatsgut Grub gehalten. Schwerpunkt der Schafhaltung sind die Leistungsprüfung, Forschungsprojekte und die berufliche Bildung.
Sattes Grün statt Stillstand: Die Schafe ziehen weiter

Frisches Gras, viel Bewegung und beste Bedingungen: Die Schafe am Staatsgut Grub durften schon wieder auf eine neue Weide umziehen. Durch den regelmäßigen Weidewechsel bleibt das Gras vital, die Flächen werden gleichmäßig genutzt und die Tiere finden immer frisches Futter vor. Für die Schafe bedeutet das Abwechslung, Auslauf und ein echtes Paradies auf der Weide.
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Schafe wechseln die Weide

In der vergangenen Woche sind die Schafe der Bayerischen Staatsgüter auf eine weitere Fläche am Staatsgut Grub umgezogen. Der Wechsel erfolgt gezielt und ist fester Teil der Bewirtschaftung.Frisches Futter steht im Vordergrund. Gleichzeitig erholen sich die abgegrasten Flächen. Der Aufwuchs wächst nach, die Grasnarbe bleibt stabil. Der Weidewechsel reduziert außerdem den Parasitendruck. So bleiben die Tiere gesund und die Flächen leistungsfähig.
Schafschur für Anfänger
Gruppenfoto
Am Freitag, 04.11. und am Samstag, 05.11. fand im Schafstall des Staatgutes Grub ein Scherkurs statt. In Theorie und Praxis wurde den Teilnehmern/innen die Komplexität der Schafschur intensiv nähergebracht. In Deutschland hat die Produktion von Wolle keine besondere wirtschaftliche Bedeutung mehr. Die Schafrasse mit dem größten Augenmerk auf die Wollerzeugung ist das Merinoschaf. Mehr
Ein Hingucker im Schafstall
Im Schafstall der Bayerischen Staatsgüter in Grub wird die Nachkommenprüfung von Stammböcken der Rassen Merinolandschaf, Schwarzköpfiges Fleischschaf und Suffolk für die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg durchgeführt.
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Die Lämmer kommen
Die Ablammzeit ist im Staatsgut Grub derzeit in vollem Gange. Täglich kommen in diesen Wochen Lämmer auf die Welt. Deshalb sind die BaySG-Schäfer aktuell noch öfter als normal im Stall. Sie kontrollieren, ob alles okay ist. In der Regel brauchen die Schafe den Tierbetreuer bei der „Entbindung“ gar nicht. Aber wie auch bei uns Menschen kann es schon mal Komplikationen geben und dann ist die Unterstützung durch eine „männliche Hebamme“ gefragt.
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Das Fell über die Ohren gezogen
In der Woche vor dem dritten Advent fand im Schafstall der Bayerischen Staatsgüter am Standort Grub die Schafschur statt. Für diese große Aktion waren viele fleißige Hände gefragt.
Wer Schafe hält weiß, dass die Schafschur eine unumgängliche Pflegemaßnahme für die Tiere darstellt. Die Schafe werden einmal im Jahr geschoren. Bei Tieren, die ganzjährig auf der Weide gehalten werden, muss darauf geachtet werden, dass das Scheren rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit geschieht, damit noch genug Schaffell nachwachsen kann und die Schafe nicht auskühlen. Werden, wie in Grub, die Tiere im Winter in einem Stall gehalten, in dem die Temperatur nicht zu stark absinken kann, kann die Schur auch erst spät im Jahr erfolgen. Nachdem in Grub Mitte Januar die Ablammsaison beginnt, macht es Sinn, die Schafe vor der Geburt zu scheren. Die Tiere fressen dann mehr, um mehr Körperwärme zu produzieren. Auf diese Weise sind sie für die Geburt besser mit Energie versorgt. Zudem können geschorene Schafe sauberer gehalten werden, was sich positiv auf die gesamte Geburtshygiene auswirkt. Auch finden die Lämmer deutlich leichter die Zitzen. Für den Schäfer hat die Schur vor der Geburt den großen Vorteil, dass er Entzündungen am Euter einfacher und vor allem schneller erkennt und Folgeschäden abwenden kann. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den BaySG Schäfer Herrn Wagner für die prima Organisation dieser wichtigen Pflegemaßnahme.
Jetzt kommt der Kopf dran
Eine gute Vorbereitung ist alles
Am Montag, 25. Mai trafen 16 Böcke der Rasse Alpines Steinschaf von Züchtern aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich in Grub ein. Die 16 Tiere werden gemeinsam den Sommer auf der Kleinrechenbergalm bei Unterwössen verbringen und bereiten sich 10 Tage lang im Gruber Stall auf die Zeit in den Bergen vor. Eine Entwurmung gehört hier genauso dazu, wie eine fundierte Klauenpflege durch den BaySG Schäfer Herrn Wagner. Das Alpine Steinschaf war die Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2009.
Hier wird gemeckert!
Der Schafstall der Bayerischen Staatsgüter am Standort Grub dient vorrangig der Nachkommenprüfung auf Mast- und Schlachtleistung. Dazu werden Nachkommen von Stammböcken aus den Rassen Merinolandschaf, schwarzköpfiges Fleischschaf und Suffolk unter einheitlichen Umweltbedingungen aufgestallt und gemästet. Ziel ist es, das genetische Potential der Stammböcke zu ermitteln. Im Alter von 5 - 9 Wochen und einem Lebendgewicht von 18 – 25 kg werden die Lämmer von den Züchtern angeliefert und auf Gesundheit kontrolliert. Im Prüfstall, einem reichlich mit Stroh eingestreuten Tieflaufstall, wird jede Prüfgruppe auf zwei Futterabrufstationen mit je 4 bis 5 Tieren verteilt. Dem kleinen Wiederkäuer Schaf wird zusätzlich bestes Heu zur Optimierung der Pansengesundheit angeboten. Während der Mast werden die Tiere zur Ermittlung der Zunahmen wöchentlich gewogen. Die Schlachtung zur Erfassung aller relevanten Merkmale der Schlachtleistung erfolgt bei einem Mastendgewicht von 42,5 - 44,5 kg. Darüber hinaus beheimatet der Gruber Schafstall 180 Mutterschafe der Rassen Merinolandschaf und Schwarzkopfschaf samt Nachzucht. Mit seinem lebendigen und unüberhörbar meckernden Inventar steht der BaySG Schafstall in Grub jederzeit für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen aller Art zur Verfügung. So finden im Ablauf eines Jahres Schafschurlehrgänge, BiLa-Lehrgänge, Klauenpflegelehrgänge und auch der praktische Teil der Meisterprüfung in den großzügigen Stallungen statt und runden mit einem sehr stark praxisorientierten Blick den Bildungsauftrag der Bayerischen Staatsgüter hervorragend ab. Was gibt’s hier noch zu meckern?
Raus an die frische Luft!
Die Schaf- und Ziegenzucht hat in Bayern eine große Tradition. Bayern ist seit vielen Jahren das schafreichste Bundesland und hat mittlerweile diesen Spitzenplatz auch bei den Ziegen erobert.
Schafe sind seit jeher ausgeprägte Weidetiere und fühlen sich deshalb im Freien sehr wohl. Die Weidehaltung ist jedoch in Bayern aufgrund klimatischer Bedingungen und auch aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht ganzjährig möglich. Deshalb sollte ein Schafstall heute so gestaltet sein, dass er ein arttypisches Verhalten auslösen und steuern kann. Schafe sind eindeutige Herdentiere und werden daher in Gruppen gehalten. In Laufställen können sich die Schafe in Herden bewegen, was voll ihrem Naturell entspricht.
Haltungssysteme
Die Böden im Stall müssen im Liegebereich den Ansprüchen der Schafe an Weichheit und Wärmedämmung genügen und sollten deshalb ausreichend mit Stroh eingestreut werden. Eine der häufigsten Haltungsformen in Bayern ist der Tieflaufstall, bei dem die gesamte Liegefläche der Schafe mit Stroh ausgestattet und dann in regelmäßigen Abständen wieder entmistet wird.
Temperaturempfinden
Schafe fühlen sich in kühlen und trockenen Ställen weitaus wohler als in warmen, feuchten Stallungen. Wie in der Rinderhaltung lautet die Devise „Lieber kalt und trocken, als warm und feucht“. Schafe nutzen jede Möglichkeit, um sich im Freien aufzuhalten. Auch im Winter wird ein sehr oft vorhandener Auslauf ins Freie gerne genützt. Das Temperaturempfinden der Schafe spiegelt sich selbstverständlich auch in der Bauweise der Schafställe wieder. Der Trend geht hier ganz klar in Richtung „Außenklimastall“.
Weidehaltung
Die beste wirtschaftliche Weidenutzung erzielt man mit der Koppelhaltung, wobei für eine Herde dann immer mehrere Koppeln zur Verfügung stehen müssen. Auf diesen können sie nacheinander und abwechselnd weiden. Auf diese Weise können sich die Flächen wieder erholen und der Parasitendruck wird zurückgefahren. Eine weitere Alternative ist die Standweide, bei der die Schafe kontinuierlich immer die gleiche Fläche beweiden. Das Areal muss aber dann deutlich großräumiger als eine Koppel sein, damit zum einen den Tieren immer ausreichend Futter zur Verfügung steht und sich zum anderen die Vegetation regenerieren und erholen kann. Für die Schafe im BaySG Versuchs- und Bildungszentrum Staatsgut Grub begann heuer die Weidesaison Mitte April. Eine allseits willkommene Abwechslung nach einem relativ langweiligen Winter im Stall.