Ernte 2026: Ein besonderes Jahr mit großen Herausforderungen durch die Trockenheit

ein Mähdrescher steht in einem Getreidefeld neben einem Fahrradweg und Straße

Die Getreideernte 2026 steht in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Nach einem außergewöhnlich trockenen Vegetationsverlauf startet auf dem Staatsgut Grub nun die arbeitsreiche Erntephase.

Wenn alles gleichzeitig reif wird, zählt eine gute Organisation

Nach den trockenen Monaten beginnt nun eine intensive Zeit für die landwirtschaftlichen Betriebe. Innerhalb kurzer Zeit müssen zahlreiche Flächen beerntet werden. Neben der Wintergerste und dem Raps steht vor allem der Winterweizen im Mittelpunkt. Er ist der wichtigste Rohstoff für unser tägliches Brot und stellt hohe Anforderungen an Erntezeitpunkt und Qualität.

Moderne Erntemaschinen helfen dabei, diese Aufgabe effizient zu bewältigen und dabei die Qualität bestmöglich zu sichern. Leistungsfähige Mähdrescher mit GPS-Steuerung, Sensoren und intelligenter Technik ermöglichen eine präzise und schnelle Ernte. Gleichzeitig werden während der Arbeit wertvolle Daten über Ertrag und Qualität gesammelt. Diese Informationen helfen dabei, Flächen in Zukunft noch gezielter zu bewirtschaften, Betriebsmittel effizienter einzusetzen und so die Umwelt zu schonen.

Auch wenn einzelne Arbeiten inzwischen durch Drohnen unterstützt werden, beispielsweise bei der Kontrolle von Beständen oder der Erfassung von Flächen, wird die eigentliche Ernte auch in den kommenden Jahren vor allem durch große, leistungsfähige und intelligente Maschinen erledigt werden. Die Technik entwickelt sich stetig weiter und unterstützt die Landwirte dabei, mit den wachsenden Anforderungen umzugehen und die erfahrungsgemäß knapp bemessenen Erntefenster optimal auszunutzen.

Hohe Anforderungen treffen auf schwierige Marktbedingungen

Die Herausforderungen in diesem Jahr liegen nicht nur in der Witterung. Gleichzeitig stehen niedrige Erzeugerpreise für Getreide hohen Kosten für wichtige Betriebsmittel wie Dünger, Energie oder Pflanzenschutzmittel gegenüber.

„Gerade in diesem Jahr, das von ausgeprägter Trockenheit, hohen Betriebsmittelkosten und niedrigen Erzeugerpreisen geprägt ist, zeigt sich, wie wichtig eine effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung ist. Jahre ohne kostendeckende Erzeugerpreise können landwirtschaftliche Betriebe jedoch nicht dauerhaft aus eigener Kraft ausgleichen. Die von allen Seiten geforderte Ernährungssicherung durch heimische Erzeugung setzt deshalb verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen voraus. Nur so kann die Landwirtschaft auch unter schwierigen Bedingungen langfristig wirtschaftlich tragfähig bleiben“, sagt Dr. Fabian Lichti, Staatsgutleiter in Grub.

Rücksicht im Straßenverkehr hilft während der Erntezeit

Mit dem Beginn der Ernte steigt auch wieder der landwirtschaftliche Verkehr auf den Straßen. Moderne Mähdrescher und Transportgespanne sind leistungsfähig, benötigen aufgrund ihrer Größe aber ausreichend Platz und Rücksichtnahme. Besonders auf schmalen Straßen, in Kurven und beim Einbiegen in den Verkehr ist Aufmerksamkeit gefragt.

Ein wenig Geduld und Verständnis helfen dabei, dass die Ernte sicher und ohne Verzögerungen durchgeführt werden kann. So gelangen die heimischen Erzeugnisse zuverlässig vom Feld in die Läger, anschließend in die weitere Verarbeitung und schließlich in verzehrfähiger Form auf den Tisch.

Wir danken allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und ihre Umsicht und wünschen allen Beteiligten eine erfolgreiche und sichere Ernte 2026.